Die Zeiten zweistelliger Renditen auf Stablecoins sind vorerst vorbei. Laut einem neuen Bericht von Neutrl verzeichnet der DeFi-Sektor derzeit eine der niedrigsten durchschnittlichen Zinssätze aller Zeiten. Die durchschnittliche jährliche Rendite, gewichtet nach dem Total Value Locked (TVL), liegt aktuell bei nur 5,8 %. Das macht es schwierig für jene, die mit Stablecoins noch passiv verdienen möchten.
Stablecoins sind erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Level USD und Pendle stechen deutlich hervor
Es gibt jedoch noch einige Orte, an denen man mehr aus seinem Dollar herausholen kann. Ganz oben steht Level USD Pendle IY mit einer attraktiven APR von 12,4 %, gefolgt von USDO++ und RLP mit jeweils etwas über 12 %. Diese Protokolle kombinieren häufig reale Erträge mit zusätzlichen Token-Anreizen, was die Gesamtverzinsung erhöht. Solche hohen Renditen dürften jedoch nicht dauerhaft sein.
Weitere Protokolle mit respektablen Ergebnissen sind Jupiter JLP (12,1 %) und USDE Pendle IY (10,9 %), deren Auszahlungen für Mai bzw. Juli geplant sind. Selbst mit diesen Renditen bleibt die Auswahl begrenzt, wenn man sie mit der Vielzahl an Protokollen vergleicht, deren Zinssätze unter 6 % gefallen sind.
Wichtig zu wissen ist, dass DeFi-Protokolle nach wie vor häufig gehackt werden, wobei Nutzer ihre Gelder verlieren können.
Große Namen schneiden am schlechtesten ab
Am unteren Ende des Spektrums finden sich bekannte Namen wie Compound V3 und Aave V3, die lediglich 4,2 % bzw. 3,4 % auf USDC auszahlen. Damit bieten sie derzeit die niedrigsten Renditen. Für viele Nutzer sind diese Protokolle dennoch aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Sicherheit attraktiv – und im Vergleich zu Bankzinsen sind die Erträge weiterhin lohnenswert.
Laut Neutrl eröffnet sich nun Raum für neue Protokolle, die mit höheren Renditen Marktanteile gewinnen können. In einem Umfeld historisch niedriger Zinsen reagieren Nutzer besonders empfindlich auf attraktive Yield-Farming-Angebote – der perfekte Zeitpunkt also für Innovationen im DeFi-Bereich.