Seit der Einführung von Bitcoin gibt es immer wieder Diskussionen über digitale Währungen. Befürworter schätzen die Anonymität und Dezentralisierung, während Gegner, wie die Europäische Zentralbank kürzlich in einem Bericht, sich stark gegen Kryptowährungen aussprechen. Auch ein Mitarbeiter der Federal Reserve in den USA (FED) hat sich kritisch zu Kryptowährungen geäußert.
Krypto-Transaktionen mit Kriminellen verbunden
Neel Kashkari, Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, äußerte sich in einem Interview negativ zu Kryptowährungen. Aus seiner Position heraus hat er ein großes Interesse am derzeitigen Währungssystem. Seine negativen Bemerkungen sind daher nicht allzu überraschend, aber das, was er sagte, ist dennoch bemerkenswert. In einem Interview erklärte er nämlich, dass die meisten Krypto-Transaktionen mit Kriminellen in Verbindung stehen.
In dem Interview erklärt Kashkari, dass viele Krypto-Transaktionen illegale Aktivitäten betreffen, wie beispielsweise den Kauf von Drogen.
Aus diesen Aussagen wird deutlich, dass Kashkari der Meinung ist, dass es kaum legale Krypto-Transaktionen gibt. Auf diese Aussagen gab es mittlerweile viel Reaktion und Kritik auf X. Viele fragen sich, woher Kashkari seine Informationen bezieht und warum er solche Behauptungen aufstellt.
Hat Kashkari recht?
Die Aussagen von Kashkari sind ziemlich drastisch. Der Mitarbeiter der Federal Reserve behauptet, dass Krypto ausschließlich für kriminelle Aktivitäten genutzt wird. Dies ist eine sehr starke Behauptung, da Kryptowährungen zunehmend für alltägliche Dinge verwendet werden, wie zum Beispiel den Kauf von Waren oder Dienstleistungen, die Unterstützung von wohltätigen Zwecken oder die Durchführung legaler Transaktionen.
Die Aussagen scheinen daher im Widerspruch zur Realität zu stehen. Dass Kashkari dennoch solche Aussagen gemacht hat, könnte mit seiner Position zu tun haben. In seiner Rolle als Präsident hat er ein Interesse an der zentralen und führenden Rolle der Zentralbanken. Da digitale Währungen diese Rolle mehr oder weniger untergraben, könnte Kashkari um seine eigene Position besorgt sein. Das wäre eine plausible Erklärung für seine Äußerungen.
Natürlich ist es interessant, den Inhalt seiner Aussagen zu prüfen. Hat Kashkari vielleicht doch in gewisser Weise recht? Es scheint nicht so. Es ist zwar wahr, dass Kryptowährungen in der Vergangenheit häufig für illegale Zwecke verwendet wurden, doch in den letzten Jahren hat sich dies erheblich verändert. Wie bereits erwähnt, werden digitale Währungen zunehmend für alltägliche Transaktionen verwendet.
Es ist auch wichtig, die zunehmende Akzeptanz von Krypto zu betrachten. Unternehmen wie Tesla und PayPal akzeptieren inzwischen Zahlungen in digitalen Währungen. Hätten sie sich dazu entschieden, wenn Krypto ausschließlich für illegale Aktivitäten genutzt würde? Wahrscheinlich nicht.
Mit seinen Aussagen hat Kashkari in jedem Fall für Aufsehen gesorgt. Die Kritik und die Reaktionen auf X sind heftig, was möglicherweise dazu führen könnte, dass Kashkaris Aussagen einen gegenteiligen Effekt haben und digitale Währungen dadurch sogar stärker akzeptiert werden.