Ripple (Ticker: XRP) rückt erneut in den Fokus. Nicht nur wegen seiner Kursbewegungen, sondern auch aufgrund des zunehmenden Interesses aus dem Einzelhandelsmarkt.
Während Bitcoin weiterhin institutionelles Kapital anzieht, scheint XRP bei Privatanlegern beliebter zu sein. Laut unserer Analyse auf Basis von Glassnode-Daten ist die Anzahl aktiver XRP-Wallets seit dem Tiefpunkt des Zyklus im Jahr 2022 um 490 % gestiegen. Die Handelsaktivität von BTC stieg im selben Zeitraum um 10 %.
Dieser Kontrast deutet auf einen Stimmungsumschwung am Markt hin, wobei Kleinanleger offensichtlich stark auf XRP setzen. Der Unterschied in der On-Chain-Aktivität bestätigt dies und könnte die Performance beider Kryptowährungen in diesem Zyklus beeinflussen.

Aktivität deutet auf Spekulation durch Privatanleger hin
Der Anstieg aktiver Wallets ist nicht nur eine On-Chain-Metrik, sondern spiegelt auch die Marktstimmung wider. Eine zunehmende Wallet-Aktivität ist in der Regel ein Zeichen für wachsendes Nutzerinteresse, insbesondere von kleineren Marktteilnehmern. Für XRP ist dies ein deutliches Signal dafür, dass Privatanleger mit mehr Vertrauen einsteigen.
Auf der anderen Seite deutet das langsamere Wachstum aktiver Wallets bei Bitcoin auf ein etabliertes und ausgeglicheneres Interesse hin, wahrscheinlich aus institutionellen Kreisen. Dieser Unterschied könnte die unterschiedliche Volatilität und das jeweilige Risikoprofil beider Assets in den letzten Monaten erklären.
Kann das Retail-Momentum anhalten?
Zum Zeitpunkt des Schreibens wurde XRP bei rund 2,08 US-Dollar gehandelt. Der Preis der Altcoin ist trotz breiterer Marktkorrekturen stabil geblieben – ein mögliches Anzeichen für Unterstützung durch Kleinanleger.
Aus technischer Sicht konsolidiert sich der Kurs in einem absteigenden Dreiecksmuster. Positiv für die Ripple-Community ist, dass diese Phase bald zu enden scheint, wobei die Marke von 2,00 US-Dollar bislang gehalten wird.
Quelle: TradingView
Mit weiterhin wachsender aktiver Teilnahme könnte Ripple weitere Kursanstiege erleben, sofern die Nachfrage stabil bleibt. Der Kurstrend von XRP ist jedoch auch anfällig für schnelle Stimmungswechsel – ein typisches Merkmal von Retail-getriebenen Assets.
Falls das Interesse der Kleinanleger nachlässt oder Gewinnmitnahmen einsetzen, könnte XRP Korrekturen erleben.
Ripples eigener Weg
Der aktuelle Zyklus zeigt einen deutlichen Gegensatz: Bitcoin wird durch institutionelle Unterstützung bewegt, während XRP aufgrund des Interesses von Privatanlegern wächst. Ob dieses Momentum anhält, hängt von den allgemeinen Marktbedingungen und dem Verhalten der Investoren ab.
Eines ist klar: Ripple fährt nicht länger im Windschatten von Bitcoin. Die Altcoin geht in diesem Zyklus ihren eigenen Weg – mit der Nachfrage von Retail-Anlegern im Mittelpunkt der Erzählung.