Solana hat es derzeit schwer. Sowohl die Aktivität im Netzwerk als auch das Markt-Sentiment rund um den Coin stehen unter Druck. Seit Januar ist die Anzahl aktiver Adressen im Netzwerk stetig gesunken – aktuell liegt sie im Durchschnitt nur noch knapp über 3 Millionen pro Tag. Auch die gesamten Netzwerkgebühren auf Solana sind deutlich gefallen und haben den niedrigsten Stand der letzten sechs Monate erreicht.
Solana ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Aktivität nimmt ab, ist aber nicht eingebrochen
Setzt man die On-Chain-Daten in den richtigen Kontext, zeigt sich: Die Anzahl aktiver und neuer Adressen liegt nun wieder auf dem Niveau von September 2024. Der starke Rückgang ist also kein Zusammenbruch, sondern eher eine Rückkehr zur früheren Basisaktivität. Besonders die Zahl neuer Adressen hält sich stabil bei rund 3 Millionen – ein möglicher Hinweis auf eine Unterstützungszone für die Netzwerkaktivität.
Der Rückgang der Gebühren im Netzwerk (sowohl in SOL als auch in US-Dollar) bestätigt die geringere Aktivität – ein Trend, den wir im gesamten Markt beobachten und nicht nur bei Solana. Im Vergleich zu anderen Netzwerken bleibt Solana relativ aktiv, wenn auch weniger dynamisch als noch Ende 2024.
Technische Analyse: goldene Chance oder Gefahr?
Der Kurs von SOL bewegt sich derzeit um die 115 US-Dollar – ein Niveau, das bereits mehrfach als Unterstützung fungiert hat. Interessant ist, dass dieser Bereich mit dem sogenannten „Golden Pocket“ der letzten Bullenphase übereinstimmt: dem Bereich zwischen 0,618 und 0,65 der Fibonacci-Retracement-Zonen.
Doch dieses Bild hat auch eine Kehrseite: Je häufiger eine Unterstützungszone getestet wird, desto schwächer wird sie in der Regel. Sollte Solana diese Zone nicht halten können, liegen die nächsten Liquiditätscluster bei 110 und sogar bei 100 US-Dollar. Diese Preisniveaus sind deutlich auf Heatmaps zu erkennen und werden häufig für schnelle „Wicks“ nach unten genutzt.
Marktrichtung und Funding Rates deuten auf Short-Positionen hin
Aktuelle Daten zeigen ein überwiegend negatives Sentiment: Solana wird auf den meisten Börsen überwiegend geshortet. Das muss nicht zwangsläufig ein Problem sein, erhöht jedoch das Risiko einer Kapitulation, sollte das Unterstützungsniveau durchbrochen werden. Der gesamte Altcoinmarkt befindet sich derzeit in einer zurückhaltenden Phase – und Solana ist da keine Ausnahme.
Nun heißt es abwarten: Bricht Solana unter die Marke von 115 US-Dollar, oder startet der Coin von hier aus eine neue Aufwärtsbewegung?