Die Finanzmärkte haben auf die neue Präsidentschaft von Donald Trump äußerst negativ reagiert. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat der S&P 500 einen Rückgang von 11 Prozent verzeichnet. Auch Bitcoin blieb nicht verschont und verzeichnete seit Januar einen Kursverlust von über 17 Prozent.
Damit ist dies der schlechteste Börsenbeginn eines US-Präsidenten seit dem Jahr 2009, als Barack Obama seine erste Amtszeit während der Finanzkrise antrat.
Bitcoin ist erhältlich bei Bitvavo und Bybit.
Krypto-Hype verfliegt nach strategischer Ankündigung
Trumps früherer Tweet über eine „Strategic Crypto Reserve“ sorgte kurzzeitig für Optimismus und einen kleinen Anstieg der Kurse von unter anderem Ethereum, Cardano, Solana, XRP und Bitcoin. Inzwischen ist jedoch jegliches Momentum wieder vollständig verschwunden. Alle Coins haben den Anstieg seit der Ankündigung komplett abgegeben. Der Hype wich der Realität: Die Erwartungen waren hoch, doch konkrete Maßnahmen bleiben bislang aus.
Auch der gesamte Kryptowährungsmarkt spürt die Auswirkungen. Seit März sind die meisten großen Coins gefallen, wobei SOL und ETH besonders starke Verluste verzeichneten.
Starke Korrelation zwischen Bitcoin und Aktien
Auffällig ist, dass Bitcoin weiterhin stark mit dem Aktienmarkt korreliert. Der Korrelationskoeffizient zwischen BTC und dem S&P 500 ist nach wie vor hoch. Das bedeutet, dass Bitcoin – trotz seines Rufs als „digitales Gold“ – derzeit eher wie eine Tech-Aktie agiert als wie ein sicherer Hafen.
In früheren Marktzyklen war diese Korrelation oft schwächer, doch derzeit reagieren beide Märkte nahezu identisch auf makroökonomische Nachrichten wie Zinssätze, Inflation und natürlich… Trumps neue Zölle.
Wie geht es weiter?
Der starke Rückgang sowohl bei Aktien als auch bei Kryptowährungen stellt eine deutliche Abweichung von früheren Präsidentschaftszyklen dar. Dennoch bleibt der langfristige Trend des S&P 500 positiv – trotz des schwachen Starts. Auch im Kryptobereich kann sich die Stimmung schnell ändern, insbesondere wenn Trump seine Pläne für den Kryptowährungsmarkt weiter konkretisiert.
Vorerst bleiben Anleger jedoch vorsichtig. Mit neuen Zöllen am Horizont und noch keinem klaren Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte bleibt die Lage angespannt. Eines ist jedoch sicher: Dieser Start wird in die Geschichtsbücher eingehen.