Der Goldpreis bricht weiterhin Rekorde. Am 28. März 2025 erreichte das Edelmetall einen neuen Höchststand von 3.085 US-Dollar pro Unze. Damit rückt die Grenze von 3.100 US-Dollar immer näher.
Auffällig ist: Dieser Meilenstein folgt nicht einmal zwei Wochen nach dem Durchbrechen der 3.000er-Marke – ein Niveau, das bereits seit dem 14. März als historisch galt. Während Anleger weltweit weiterhin nach Sicherheit suchen, scheint sich Gold fest als sicherer Hafen zu etablieren.
Goldpreis steigt in fünf Jahren um fast 90 Prozent
Die Zahlen sprechen für sich. In den letzten 30 Tagen stieg Gold um 5,7 Prozent. Wer den größeren Zeitraum betrachtet, sieht ein Plus von über 15 Prozent in sechs Monaten und sogar 36,5 Prozent im letzten Jahr. Auf lange Sicht ist der Effekt noch deutlicher: In fünf Jahren beträgt das Wachstum fast 90 Prozent – und auf 20 Jahre gerechnet sogar über 600 Prozent.
Laut technischen Daten bleibt der Trend stark positiv. In den vergangenen Monaten war ein nahezu ununterbrochener Anstieg zu beobachten, und die Tageskerzen im TradingView-Chart zeigen eine klare bullishe Bewegung. Die Grafik deutet darauf hin, dass sich das Edelmetall in einem stabilen Aufwärtstrend befindet.
Bitcoin hinkt in der Tagesperformance hinterher
Während Gold kurzfristig glänzt, zeigt Bitcoin ein anderes Bild. Die bekannteste Kryptowährung verliert heute 1,8 Prozent und notiert derzeit bei rund 83.850 US-Dollar. Dabei hatte der Coin Anfang des Monats noch ein Hoch von über 85.500 US-Dollar erreicht. Trotz des heutigen Rückgangs liegt Bitcoin immer noch über 20 Prozent höher als vor einem Jahr – doch das verblasst im Vergleich zu den 36,5 Prozent, die Gold im gleichen Zeitraum erzielt hat.
Die Marktkapitalisierung von Bitcoin bleibt beeindruckend – mit über 1,66 Billionen US-Dollar. Doch was Stabilität und kurzfristige Gewinne betrifft, hat derzeit Gold die Oberhand. Die Volatilität von Kryptowährungen sorgt dafür, dass Gold erneut attraktiv wird für Anleger, die nach risikoärmeren Anlagen suchen. Die traditionelle Rolle von Gold als Wertspeicher scheint also noch lange nicht ausgedient zu haben.