Frankreich steht kurz davor, die Krypto-Welt mit einer kontroversen Steuerregelung zu erschüttern. Das Land plant eine Steuer auf „nicht realisierte Gewinne“ für Bitcoin und andere Kryptowährungen. Dieser Schritt könnte ein Präzedenzfall für den globalen Umgang mit Kryptowährungen werden. Doch was bedeutet das für Investoren, und wie reagiert der Markt?
Was beinhaltet die neue Steuer?
Die französische Regierung möchte Bitcoin als „unproduktiven Reichtum“ besteuern, eine Kategorie, die auch Luxusgüter wie Privatjets und Yachten umfasst. Die Idee ist simpel: Vermögenswerte, die keine direkten Einnahmen wie Zinsen oder Dividenden generieren, sollen stärker besteuert werden.
Bisher zahlen französische Krypto-Besitzer Steuern auf ihre Gewinne erst beim Verkauf ihrer Kryptowährungen. Diese Gewinne werden mit einem festen Satz von 30 % besteuert, oder mit einem ermäßigten Satz von 28,2 % für Personen mit niedrigeren Einkommen. Zudem sind Krypto-zu-Krypto-Transaktionen steuerfrei, was Anlegern ermöglicht, ihr Portfolio ohne zusätzliche Steuerlast zu diversifizieren.
Das neue Vorschlag könnte dies jedoch ändern. Gewinne, die nur „auf dem Papier“ existieren, wie Wertsteigerungen von Bitcoin, sollen so besteuert werden, als wären sie bereits realisiert. Das bedeutet, dass ein Kursanstieg von Bitcoin automatisch eine Steuerpflicht auslösen könnte, selbst wenn keine Verkäufe stattfinden.
Auswirkungen auf Investoren und den Markt
Der vorgeschlagene Steuerplan stößt auf heftige Kritik. Kritiker warnen, dass die Maßnahme die Attraktivität von Krypto-Investitionen stark mindern könnte. Die Idee, nicht realisierte Gewinne zu besteuern, könnte Anleger abschrecken, da die Kosten für das Halten von Kryptowährungen erheblich steigen würden.
Zudem könnte dies zu einem kurzfristigen Rückgang der Nachfrage nach Bitcoin führen, was möglicherweise globale Marktbewegungen beeinflusst. Analysten warnen, dass eine solche Steuermaßnahme auch die Liquidität von Bitcoin verringern und so zu stärkeren Preisschwankungen führen könnte.
Diese Steuer ist Teil eines breiteren Trends, bei dem Regierungen weltweit strengere Regulierungen für digitale Vermögenswerte prüfen. Frankreichs Ansatz könnte andere Länder dazu inspirieren, ähnliche Maßnahmen einzuführen, was eine Kettenreaktion auslösen könnte.