Der CEO und Mitbegründer von Coinbase, Brian Armstrong, twitterte am 29. Oktober, dass der nächste Vorsitzende der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) „nutzlose Klagen“ fallen lassen müsse. Armstrong bezieht sich dabei auch auf die Verfahren, die gegen Coinbase angestrengt wurden.
Die US-SEC hat Klagen gegen verschiedene Krypto-Unternehmen eingereicht, wobei der auffälligste Fall gegen Ripple läuft. Auch andere Börsen wie Kraken, Binance und KuCoin wurden in diesem Jahr wegen Verstößen angeklagt.
Verändernde Positionen der SEC
In den vergangenen Jahren hat die SEC verschiedene Erklärungen zu digitalen Vermögenswerten abgegeben. Im Jahr 2024 gab die Kommission drei widersprüchliche Stellungnahmen ab. Zunächst wurden Kryptos nur als Code betrachtet, dann als Investitionsverträge, und kürzlich erklärte die Kommission, dass Krypto an sich kein Wertpapier sei. Diese Inkonsistenzen haben innerhalb der Krypto-Community zu Verwirrung geführt.
Armstrong forderte zudem, dass der nächste SEC-Vorsitzende sich bei amerikanischen Krypto-Inhabern entschuldigt. Seiner Meinung nach würde dies eine Plattform für Veränderungen in den kommenden Jahren schaffen und das Vertrauen in die SEC als Finanzaufsichtsbehörde wiederherstellen. Viele Krypto-Nutzer unterstützen Armstrongs Standpunkt und fordern, dass als ersten Schritt die kürzlich eingereichte Berufung gegen Ripple fallen gelassen wird.
US-Bundesstaaten entwickeln eigene Krypto-Regulierungen
Als Reaktion auf das fehlende klare Vorgehen der SEC haben mehrere US-Bundesstaaten begonnen, eigene Krypto-Regulierungen zu entwickeln. Der jüngste Staat, der sich dieser Bewegung anschließt, ist Pennsylvania, das das „Bitcoin Rights Bill“ eingeführt hat. Dieses Gesetz erhielt überwältigende Unterstützung im Repräsentantenhaus, mit 176 Stimmen dafür und nur 26 dagegen.
Trump verspricht, den SEC-Vorsitzenden zu entlassen, wenn er gewählt wird
Der ehemalige Präsident Donald Trump, der sich in seinem Wahlkampf zunehmend zu Krypto äußert, versprach seinen Krypto-Wählern, dass er den aktuellen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler entlassen werde, falls er gewählt wird.
Er kündigte außerdem an, einen Berater für Bitcoin und Krypto zu ernennen. Trump bezeichnete die Aktionen der SEC gegen die Krypto-Industrie als Verfolgung und versprach, dass dies an seinem ersten Tag im Amt beendet werde.
In einem kürzlichen Interview mit Bloomberg weigerte sich Gary Gensler, die Aussagen des ehemaligen Präsidenten zu kommentieren, wiederholte jedoch das Engagement der SEC, Investoren vor „Interessenkonflikten“ zu schützen.