Bitcoin Exchange Traded Funds (ETFs) haben seit ihrer Einführung große Beliebtheit erlangt. Dieser Erfolg hat Institutionen dazu veranlasst, diese Entwicklung auch auf andere Altcoins auszuweiten.
Nach der Einführung von Ethereum-ETFs im Juli richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf einen möglichen Ripple (Ticker: XRP) ETF.
Angesichts der anhaltenden rechtlichen Probleme von Ripple stellt sich jedoch die Frage: Ist eine Genehmigung eines XRP-ETFs überhaupt möglich? Lassen Sie uns das genauer betrachten.
XRP-ETF-Träume könnten Realität werden
In einem kürzlichen Interview mit Bloomberg TV sprach Ripple-CEO Brad Garlinghouse sein Vertrauen in die Zukunft eines XRP-ETFs aus. Er erklärte:
Es ist einfach unvermeidlich. Wir werden nicht nur Bitcoin und ETH sehen, sondern auch einen XRP-ETF.
Garlinghouse betonte die wachsende Nachfrage sowohl von Privatanlegern als auch von institutionellen Investoren nach Zugang zu digitalen Assets und verwies auf den schnellen Erfolg des Bitcoin-ETFs als Beweis für diesen Trend.
Er deutete an, dass die Einführung eines XRP-ETFs der nächste logische Schritt in diesem sich entwickelnden Markt sei.
Bitcoin und Ethereum sind die Ausnahme, nicht die Regel
Obwohl das Interesse an Altcoin-ETFs groß ist, ist ihr Erfolg nicht garantiert. Frühere Berichte zeigten, dass die Zuflüsse in ETH-ETFs im Vergleich zu BTC-ETFs enttäuschend waren.
Viele Analysten sind der Meinung, dass diese ETFs hinter den Erwartungen zurückbleiben, aber Garlinghouse ist anderer Meinung. Er sagte:
Der ETH-ETF hat sich eigentlich sehr gut entwickelt.
Er erläuterte, dass die Marktteilnahme im Verhältnis zur Marktdominanz von ETH steht. Garlinghouse hob auch das wachsende Interesse an XRP sowohl in den USA als auch weltweit hervor.
Ripple-ETF-Anträge und Probleme mit der SEC
Bisher haben nur zwei Unternehmen Anträge für einen XRP-ETF eingereicht, nämlich Bitwise und Canary Capital. Außerdem hat Grayscale der US-Börsenaufsicht SEC einen Vorschlag unterbreitet, sein Multi-Krypto-Fonds in einen ETF umzuwandeln, der auch XRP umfasst.
Der Weg zu einem XRP-ETF ist jedoch weniger geradlinig als bei Bitcoin oder Ethereum. Die SEC bleibt ein großes Hindernis aufgrund der laufenden Klage gegen Ripple, in der es um die Frage geht, ob XRP als Wertpapier eingestuft werden sollte.
Obwohl ein Bundesrichter urteilte, dass XRP bei Verkäufen an Privatanleger kein Wertpapier ist, bleibt die SEC bei ihrer ablehnenden Haltung und zögert, Krypto-ETFs zu genehmigen.
Auswirkung auf den Preis
Nach Garlinghouses Aussage stieg XRP in den letzten 24 Stunden um mehr als 0,20 %. Dieser leichte Anstieg konnte jedoch die Verluste des letzten Monats nicht ausgleichen.
In der vergangenen Woche bewegte sich der XRP-Kurs in der Spanne von 0,58 bis 0,53 USD. Das Unvermögen, über die 0,59 USD auszubrechen, führte zu einem Rückgang auf ein Tief von 0,50 USD. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird XRP bei 0,525 USD gehandelt.
Der RSI liegt bei 41, was eine Verbesserung gegenüber dem Vortag darstellt. Die Volatilität ist ebenfalls gesunken, was durch die Annäherung der Bollinger-Bänder sichtbar wird.