Die Welt der Kryptowährungen ist nicht nur für ihre Volatilität berüchtigt, sondern auch für Betrug und Ponzi-Schemata. Immer wieder tauchen Nachrichten über Ponzi-Betrug im Zusammenhang mit Krypto auf, und so auch heute wieder. Ankläger in den USA haben nämlich einen 86-jährigen Mann wegen der Durchführung eines Ponzi-Betrugs verurteilt.
Bitcoin-Ponzi-Schema
Die US-Behörden sind überzeugt, dass der 86-jährige David Kagel ein Bitcoin-Ponzi-Schema durchgeführt hat. Dieses Schema war recht einfach aufgebaut: Kagel und sein Team lockten Menschen mit einem Angebot von extrem hohen Renditen bei gleichzeitig null Risiko. Am Ende stellte sich heraus, dass es sich um ein betrügerisches Krypto-Bot-Handelssystem handelte.
Durch dieses Schema hat David Kagel mit seinem Team mehr als 15 Millionen Dollar von Bitcoin-Investoren eingesammelt. Diese Investoren glaubten, sie würden in eine vielversprechende Anlage investieren, während sie in Wirklichkeit in eine raffinierte Betrugsmasche tappten.
Die Rolle des 86-jährigen Mannes
Im Grunde genommen ist das oben erwähnte Krypto-Ponzi-Schema nicht besonders einzigartig. Es kommt regelmäßig vor und scheint schwer auszurotten zu sein. Was diese Geschichte jedoch so besonders macht, ist, dass ein 86-jähriger Mann für diesen Betrug verurteilt wurde. Was bringt einen 86-Jährigen dazu, an einem solchen betrügerischen System teilzunehmen?
Es stellte sich heraus, dass David Kagel vor Jahren seine eigene Anwaltskanzlei gründete. Er ist mittlerweile nicht mehr als Anwalt tätig, aber das Unternehmen existiert auf dem Papier noch. Kagel nutzte dies auf geschickte Weise. Das Krypto-Team, mit dem er zusammenarbeitete, erstellte in Zusammenarbeit mit ihm offizielle Briefe auf dem Briefpapier der Kanzlei. Die Empfänger dieser Briefe glaubten daher, dass es sich um seriöse Projekte handelte. Die US-Ankläger stellten fest, dass dieses Briefpapier den Betrügern auch half, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen.
Welche Strafe erhält der 86-jährige Mann?
Die Rolle von David Kagel in diesem Ponzi-Betrugssystem war laut dem US-Gericht eindeutig. Sie wollten ihm daher eine harte Strafe auferlegen, aber Kagels Gesundheitszustand lässt dies nicht zu. Er hat eine schlechte Gesundheit und lebt derzeit in einem Pflegeheim. Der Richter hat ihm daher eine fünfjährige Bewährungsstrafe auferlegt.
Zusätzlich wurde Kagel vom Gericht zu einer Geldstrafe von 14 Millionen Dollar verurteilt. Hat Kagel überhaupt so viel Geld? Es wird angenommen, dass dies der Fall ist. Ein erfolgreicher Anwalt verdient in den USA oft gut, und dieser Ponzi-Betrug dürfte ebenfalls einiges an Geld eingebracht haben.
Seit dem Urteil am 8. Oktober muss Kagel zudem jederzeit ein Überwachungsgerät tragen. Mit diesem Gerät können die Behörden sein Verhalten zumindest teilweise überwachen. Bereits im Jahr 2023 wurde ihm zudem seine Anwaltszulassung entzogen. Er kann also keine anwaltlichen Tätigkeiten mehr ausüben und keine Briefe mehr auf dem offiziellen Briefpapier der Kanzlei verfassen.
Kagel ist insgesamt ein 86-jähriger Mann mit einem kreativen Geist, aber leider auch ein erstklassiger Betrüger. So urteilte das Gericht in Kalifornien.